Biologielaborant:in

Ein Biologielaborant unterhält sich mit seinen Kollegegen über eine Probeentnahme.
© Foto: alexraths

Stell dir vor, du bekommst die Gelegenheit, hinter die Kulissen eines Forschungsinstituts zu blicken. Du fragst dich, wie man feststellt, ob ein Medikament wirklich wirksam ist, oder wie die Experten genau wissen, wie eine Krankheit funktioniert. Mit einer dreijährigen Ausbildung als Biologielaborant:in kannst du all das herausfinden und noch viel mehr. In verschiedenen Bereichen kannst du arbeiten und theoretisches Wissen aus der Schule in die Praxis umsetzen. Wenn du gerne immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt wirst, dann ist die Ausbildung zum Biologielaboranten genau das Richtige für dich. Begriffe wie Molekularbiologie, Gentechnik und Pflanzenschutz zeigen, wie faszinierend und abwechslungsreich die Arbeit als Biologielaborant sein kann.

 


Was macht ein/e Biologielaborant:in?

Biologielaboranten und -laborantinnen spielen eine entscheidende Rolle in der biologischen Forschung und Analyse. Ihre Aufgaben umfassen eine breite Palette von Tätigkeiten, um die verschiedenen Aspekte des Lebens zu erforschen und zu verstehen. Hier sind einige der Hauptaufgaben und Verantwortlichkeiten:

1. Isolierung und Kultivierung: Sie isolieren Zellen, Mikroorganismen und andere biologische Proben und kultivieren sie auf speziellen Nährmedien, um ihr Wachstum und Verhalten zu studieren.

2. Mikroskopie: Mit Hilfe von Mikroskopen untersuchen sie die Struktur von Viren, Bakterien und anderen winzigen Organismen, um ihre Eigenschaften und Funktionen zu verstehen.

3. Biochemische Analysen: Sie führen biochemische Versuche durch, bei denen sie Zellen, Eiweiße, Blut oder Gewebeproben in chemischen Lösungen behandeln, um Reaktionen und Prozesse zu analysieren.

4. Parasiten und Schädlinge: Sie züchten, sezieren und untersuchen Parasiten und Schädlinge, um Einblicke in deren Lebenszyklen und Verhaltensweisen zu gewinnen.

5. Tierversuche: Bei Tierversuchen arbeiten sie mit Versuchstieren, beobachten ihr Verhalten, verabreichen Medikamente oder nehmen Blutproben, um Auswirkungen und Reaktionen zu studieren. Gentechnische Versuche können ebenfalls Teil ihrer Aufgaben sein.

6. Pharmakologie: In der Pharmakologie befassen sie sich mit der Wechselwirkung zwischen Arzneimitteln und Organismen. Sie testen Arzneimittel auf Sicherheit und Wirksamkeit.

7. Labormanagement: Sie planen Untersuchungen, dokumentieren die Versuchsergebnisse und analysieren sie. Dabei nutzen sie Labormanagement- und Laborinformationssysteme, um den Forschungsprozess effizient zu organisieren.

Biologielaboranten und -laborantinnen tragen maßgeblich zur Fortschritt in der Biologie und Medizin bei, indem sie Experimente durchführen, Daten sammeln und Analysen durchführen, die zur Entwicklung neuer Medikamente, zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung und zur Erweiterung unseres Wissens über die biologische Welt beitragen.

 


Wie läuft die Ausbildung zum/zur Biologielaborant:in ab?

Die Ausbildung zum Biologielaboranten bietet dir spannende Einblicke in die Welt der biologischen Forschung und Laborarbeit. In verschiedenen Laboratorien wirst du die Gelegenheit haben, an der Erforschung und Entwicklung neuer Wirkstoffe für Medikamente und Pflanzenschutzmittel zu arbeiten.

Deine Aufgaben werden in enger Zusammenarbeit mit einem Team von Fachleuten durchgeführt, die sich genauso wie du für die Entdeckung neuer Erkenntnisse begeistern. In diesem kollaborativen Umfeld wirst du experimentieren, Daten sammeln und analysieren, um zur Entwicklung von innovativen Produkten beizutragen.

Wenn du Freude daran hast, zu experimentieren, neugierig auf die biologische Welt bist und gut in einem Team arbeiten kannst, bringst du bereits hervorragende Voraussetzungen für eine erfolgreiche Ausbildung zum Biologielaboranten mit. Diese Ausbildung bietet nicht nur die Möglichkeit, wertvolle Erfahrungen zu sammeln, sondern auch eine Menge Spaß bei der Entdeckung und Gestaltung der Zukunft der Biowissenschaften.

Lehrzeit

3,5 Jahre

Vergütung

  • 1. Lehrjahr: 750-850 €
  • 2. Lehrjahr: 790-940 €
  • 3. Lehrjahr: 850-1020 €
  • 4. Lehrjahr: 890-1100 €

Voraussetzungen

Rechtlich sind keine speziellen Vorbildungen vorgeschrieben. Dennoch stellen die meisten Betriebe vorwiegend Auszubildende mit Hochschulreife ein. Wenn du dich für diese spannende Ausbildung interessierst, dann solltest du Spaß an folgenden Schulfächern haben:

  • Biologie: In der Ausbildung sind biologische Kenntnisse unerlässlich. Du wirst beispielsweise die Anatomie und Physiologie von Wirbeltieren verstehen müssen, um Blutbestandteile zu untersuchen und zuzuordnen.
  • Chemie: Chemiewissen erleichtert das Verständnis der Zustandsformen der Materie, ihrer Gesetze sowie der Eigenschaften und Reaktionen von Stoffen.
  • Physik: Physikkenntnisse können bei bestimmten Analyseverfahren, wie der Elektrophorese, von Nutzen sein.
  • Mathematik: Mathematische Berechnungen gehören zum täglichen Leben angehender Biologielaboranten und -laborantinnen. Du wirst zum Beispiel die prozentuale Zusammensetzung chemischer Verbindungen berechnen oder statistische Kenngrößen ermitteln.

 

Zudem ist für die Ausbildung von Vorteil, wenn du interessiert bist an …

  • theoretisch-abstrakten Tätigkeiten: Du wirst Untersuchungsmodelle für Wirkstoffprüfungen entwickeln, die Einzelbestandteile von Substanzen analysieren und Ursache-Wirkung-Zusammenhänge in nicht sichtbaren biochemischen Reaktionen verstehen.
  • prüfenden Tätigkeiten: Du wirst präzise Wirkstoffzubereitungen berechnen und Versuchsorganismen-Kulturen routinemäßig überwachen.
  • praktischen Tätigkeiten: Du wirst Mikroorganismen mit biochemischen Nachweismethoden identifizieren und Pflanzen durch Samen, Ableger und Gewebekulturen vermehren.

Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten

Labor- oder Biotechniker

Du wirst Versuchsabläufe überwachen, über den Einsatz von Geräten oder Materialien entscheiden und deren Betriebsbereitschaft sicherstellen. Eine Voraussetzung für die Prüfung als Labor- oder Biotechniker ist eine dreijährige Berufserfahrung.

Industriemeister/in der Fachrichtung Chemie

Hier planst und koordinierst Arbeitsabläufe, optimierst Fertigungsprozesse, leitest Fachkräfte an und bist für die betriebliche Ausbildung verantwortlich. Du stellst sicher, dass Rezepturen exakt eingehalten werden und Produktionsanlagen störungsfrei funktionieren. Darüber hinaus entscheidest du über die Personalauswahl und kontrollierst Arbeitsleistung und Kostenentwicklung in deinem Verantwortungsbereich.

Techniker/in der Fachrichtung Biotechnik

In dieser Fachrichtung arbeitest du an der Schnittstelle von Biologie, Chemie und Technik. du übernimmst Aufgaben in der Erforschung, Entwicklung und Anwendung biologischer Techniken und Verfahren. Im betrieblichen Entwicklungsbereich überträgst du die im Labor entwickelten Verfahren auf einen großtechnischen Maßstab. Zudem bist du an der Konzeption bioverfahrenstechnischer Anlagen beteiligt und arbeitest bei der Montage und Inbetriebnahme mit.

Studium

Nach erfolgreich abgeschlossener Prüfung als Biotechniker oder Labortechniker bist du für ein Studium in Bereichen wie Biologie zugelassen und kannst den Bachelor of Science erwerben. Wenn du bereits mit Abitur in die Ausbildung gestartet bist, kannst du auch direkt im Anschluss ein Studium beginnen.

 

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